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Typische Stolperfallen in der Wohnung
90 Prozent aller tödlich verlaufenden Stürze von Personen über 65 Jahren geschehen in den eigenen vier Wänden. Den Grundstein dafür legen Sie jedoch Tag für Tag. Die nachfolgenden Stolperfallen sind die häufigsten Gründe für zum Teil schwere Stürze und sollten unbedingt ausgeräumt werden.
Viele Möbel auf engem Raum
Im Laufe des Lebens sammeln sich so einige Möbelstücke und Dekogegenstände an. Obwohl gerade diese den Charme der Wohnung ausmachen, sollte dennoch ein stolperfreies Durchkommen durch die Wohnung möglich sein. Die Faustregel lautet, dass vor jedem Möbelstück etwa ein Platz von 120 cm verbleiben sollte, um ungehindert durch den Raum zu gelangen.
Rutschiges Bad
Im Badezimmer besteht eine erhöhte Rutschgefahr. Deshalb ist es wichtig, dass in Dusche oder Badewanne stabile Haltegriffe angebracht sind. Anti-Rutsch-Matten helfen zusätzlich, einen Sturz zu verhindern. Eine stabile Sitzgelegenheit im Bad ist ebenso empfehlenswert wie ein Haltegriff in Toilettennähe.
Im Dunkeln tappen
Wer nachts auf dem Weg ins Badezimmer durch die finstere Wohnung geht, steigert sein Unfallrisiko dramatisch. Nachtlichter, die in die Steckdose gesteckt werden, kosten nicht viel, erhöhen Ihre Sicherheit aber enorm.
Haltlose Hausschuhe
Hausschuhe aus Plüsch geben oft nur ungenügend Halt und werden schnell zur Stolperfalle. Ideale Hausschuhe verfügen über einen flachen Absatz und eine Profilsohle, die auch auf glatten Böden guten Halt bietet und vor dem Ausrutschen schützt. Gerade die Ferse sollte ausreichend Halt bekommen, damit auch ein Umknicken vermieden wird. Tauschen Sie abgetragene Hausschuhe schnellstens aus.
Vollgestellte Treppe
Auf Dekomaterial auf der Treppe sollten Sie zugunsten Ihrer Sicherheit lieber verzichten. Die Treppe sollte rutschsicher sein und im Zweifelsfall mit Anti-Rutsch-Klebebändern an den Kanten der Stufen ausgestattet sein. Wenn Sie die Treppe hinauf- oder hinabgehen, sollten Sie darauf achten, dass sie eine Hand frei haben, um sich am Geländer festzuhalten und Ihre Sicht nicht eingeschränkt wird. Eine ausreichende Beleuchtung ist ebenfalls wichtig. Damit Sie nicht im Dunkeln tappen müssen, sollte sowohl am oberen als auch am unteren Ende der Treppe ein Lichtschalter vorhanden sein.
Rutschende Teppiche und Läufer
Selbstklebende Anti-Rutsch-Folien sind sinnvolle Unterlagen für Teppiche und Läufer, die nicht fest mit dem Boden verbunden sind. Auch hochstehende Ecken sollten Sie unbedingt mit beidseitig klebenden Teppichbändern fixieren.
Erhöhte Türschwellen
Wenn es nicht möglich ist, erhöhte Türschwellen ebenerdig zu machen, sollten Sie diese zumindest in einer auffälligen Farbe markieren.
Wackeliger Leiter-Ersatz
Um erhöhte Regale oder Schränke zu erreichen, wird gerne ein Stuhl als Aufstiegshilfe verwendet. Schließlich ist dieser meist schneller zur Hand als eine Leiter. Optimal ist es jedoch, diese im direkten Wohnumfeld aufzubewahren. Tauschen Sie beschädigte Leitern umgehend aus und achten Sie beim Neukauf auf das GS-Gütesiegel, das Sicherheit garantiert.
Kabel-Wirrwarr
Ob Telefonkabel oder Verlängerungsschnüre – die Anzahl an Kabeln kann schnell unübersichtlich werden. Fixieren Sie diese durch ein Paketklebeband eben auf dem Boden, um schwere Stürze zu vermeiden. Anstatt Kabel durch die gesamte Wohnung zu legen oder ein Verlängerungskabel nach dem anderen aneinander zu reihen, könnten Sie vom Profi neue Steckdosen installieren lassen. Wo auch immer möglich, sollten Sie Geräte durch kabellose Alternativen ersetzen.
Wenn doch einmal etwas passiert ...
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