Endlich Entlastung bei Maklerprovisionen!

Nach langen Diskussionen ist nun endlich eine Verordnung in Kraft getreten, die eine Besserung für Mieterinnen und Mieter bringt:

Statt der bisherigen drei Monatsbruttomietzinse müssen jetzt nur mehr maximal zwei als Maklerprovision gezahlt werden. Haben Sie vor, einen befristeten Vertrag (maximal auf 3 Jahre) zu unterzeichnen, fällt nur mehr eine Monatsmiete an.


Gibt es Ausnahmen?

Nein, diesmal nicht. Diese Änderung betrifft ALLE Wohnungen – inklusive Ein- und Zweiobjekthäuser. Es fallen also auch jene Mietgegenstände unter diese Regelung, die nicht dem Mietrechtsgesetz unterliegen.


Detailliertere Angaben in Inseraten

MaklerInnen müssen bei Inseraten ab sofort die genauen Kosten für Miete, Betriebskosten, Heizkosten und Umsatzsteuer angeben (außer bei Pauschalmieten).


Wie kann ich außerdem Geld sparen?

Sind MaklerIn und HausverwalterIn ident, reduziert sich die Provisionshöhe nämlich weiter. Der Maklerin bzw. dem Makler erhält nur noch die Hälfte der Provision, die ihr oder ihm sonst zustehen würde. Statt einer Monatsmiete steht also eine halbe bzw. statt zwei nur mehr eine Monatsmiete zu. Diese Regel kommt allerdings nicht zur Anwendung, wenn es sich um die Vermittlung einer Eigentumswohnung handelt und der/die WohnungseigentümerIn nicht der/die MehrheitseigentümerIn des Hauses ist.


Ich will ein Geschäftslokal anmieten – gibt es auch hier ein „Zuckerl“?

Ja. Ist Ihr Vertrag auf einen geringeren Zeitraum als 2 Jahre befristet, fällt ab sofort nur mehr eine Monatsbruttomiete an. Bei einer Befristung von mindestens zwei und höchstens drei Jahren sind es zwei Monatsmieten. Ist die Befristung länger als 3 Jahre bzw. haben Sie einen unbefristeten Vertrag unterschrieben, stehen Maklerin oder Makler drei Monatsmieten zu.


Was, wenn ich meinen Mietvertrag verlängern will?

Hier darf weiterhin eine Provision verrechnet werden, allerdings darf auf MieterInnen-Seite maximal eine Ergänzung auf den Höchstbetrag erfolgen. Wenn Sie also eine Wohnung mieten, darf die Provision maximal eine halbe Monatsmiete betragen.


Wie gehe ich am besten mit einem Makler um?

Wenn Sie folgende Punkte beachten, kann eigentlich nichts mehr schief gehen:

  • Sie sind nicht an ein bestimmtes Maklerbüro gebunden. Sagt Ihnen das Benehmen der Maklerin oder des Maklers nicht zu, wechseln Sie ganz einfach. Schließlich sind Sie ein Kunde, kein Bittsteller.
  • Lassen Sie sich nicht dazu drängen, ein Mietanbot zu unterschreiben, schließlich sind Sie daran gebunden. Bei einem reinen Besichtigungsschein besteht keine Gefahr (lesen Sie sich diesen aber genau durch, damit Sie auch wirklich nur die Besichtigung bestätigen und sonst nichts.)
  • Verlassen Sie sich nie auf mündliche Zusagen – lassen Sie sich alle Angaben schriftlich geben.
  • Verlangen Sie den Mietvertragsentwurf und lassen Sie diesen überprüfen.
  • Bitten Sie die Maklerin bzw. den Makler um eine betragsmäßige Aufschlüsselung der Bruttomiete in Hauptmietzins und Betriebskosten sowie eine schriftliche Aufstellung aller Kosten, die bei Vertragsabschluss anfallen (Provision, Kaution, Finanzamtsgebühr).
  • Verlangen Sie für alle Zahlungen anlässlich eines Vertragsabschlusses eine Zahlungsbestätigung.
  • Auch wenn es eilt: Nehmen Sie nie die erstbeste Wohnung, sondern vergleichen Sie mehrere Angebote.
  • Besichtigen Sie die Wohnung immer zweimal (mindestens einmal bei Tageslicht) und achten Sie auch auf die Umgebung.


Quelle: Mieterschutzverband



Weiterempfehlen
share on facebook