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Abschied von der Glühbirne
Erst Australien, dann Neuseeland und jetzt macht auch die Europäische Union ernst: der Glühbirne wird langsam aber sicher der Gar ausgemacht. Ab dem 1. September soll sie schrittweise vom Markt verschwinden. Erfahren Sie die Gründe dafür und welche Alternativen es gibt.
Warum hat das letzte Stündlein der Glühbirne geschlagen?
Um Energie zu sparen, damit die vereinbarten Klimaziele erreicht werden können. Durch die Umstellung auf eine effizientere Beleuchtung sollen pro Jahr etwa 10 bis 15 Prozent der Stromkosten und 23 Mio. Tonnen an Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Wobei es jedoch nicht in erster Linie um die Abschaffung von Altbewährtem geht, sondern eher um höhere Anforderungen an alternative Leuchtkörper, wie eine bessere Energieeffizienz, Lebensdauer, geringeren Quecksilbergehalt und vieles mehr. Es trifft jedoch nicht nur die Glühbirnen: Auch Kühlschränken und dem Standby-Modus von Haushaltsgeräten geht es künftig an den Kragen.
Darf ich ab sofort keine Glühbirnen mehr verwenden?
Doch natürlich! Glühbirnen, die sie noch zuhause haben, dürfen Sie selbstverständlich noch verbrauchen. Allerdings dürfen seit 1. September 2009 keine neuen Glühbirnen ab 100 Watt sowie mattierte Lampen (allerdings in allen Stärken) mehr auf den Markt kommen. Die Geschäfte dürfen ihre Restbestände aber weiterhin verkaufen. Ab 1. September 2010 wird das Verbot auf Glühbirnen ab 75 Watt ausgeweitet, ein Jahr danach auf 60 Watt und ab 1. September 2012 auf alle Leuchtkörper ab 25 Watt.
Warum werden Glühbirnen aus dem Verkehr gezogen?
Weil die Glühbirne gerade einmal 5 Prozent der Energie die sie benötigt, auch wirklich in Licht umsetzt. Mit der restlichen Energie heizt sie das ummantelnde Glas. Wenn man bedenkt, dass fast 20 Prozent der verbrauchten Elektrizität auf Leuchtquellen zurückfallen, ist das eine ganz schöne Verschwendung.
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Welche Vorteile bieten Energiesparlampen im Gegensatz zu Glühbirnen?
Energiesparlampen ...
- verbrauchen im Vergleich zu Glühbirnen 80% weniger Strom als Glühbirnen - und das bei viel geringerem
Wärmeverlust.
- halten bis zu 15-mal länger als Glühbirnen. Trotz der etwas höheren Anschaffungskosten rechnen sie sich
laut der Hersteller bereits im ersten Jahr.
- vermindern den CO2-Ausstoß. Dadurch werden Umwelt und Klima geschont.
- sind mittlerweile schon in verschiedensten Designs, Formen, Lichtfarben und Fassungen erhältlich. Mit den beiden Standardgewindegrößen E14 und E27 passen die modernen Energiesparlampen in so gut wie jede Fassung, in der vorher eine Glühbirne eingeschraubt war. Auch die Lichtqualität ist bereits so gut wie bei normalen Glühbirnen. Sogar dimmen lassen sich schon viele Modelle.
Warum wird an den Energiesparlampen so massiv gezweifelt?
- Energiesparlampen sind in der Anschaffung relativ teuer und dürften in nächster Zeit auch nicht billiger
werden. Auch die großen Preisdifferenzen zwischen Billig-Produkten und Markenware werden bemängelt.
- Energiesparlampen werden vor allem in Fernost hergestellt. Durch den Wegfall der Glühbirnen-Erzeugung
verlieren sehr viele Beschäftigte in Europa ihren Arbeitsplatz.
- Obwohl sich die Qualität der Energiesparlampen in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt hat, gibt
es immer noch viele Skeptiker - wenn auch oft unberechtigt. Es gäbe zu wenige dimmbaren Lampen, die
Lichtqualität sei schlechter, die Lampen würden oft nicht in die Fassungen passen, etc.
- Manche Menschen befürchten, dass Energiesparlampen gesundheitsschädlich sind, da sie Quecksilber
beinhalten. Dieses Metall ist zwar tatsächlich enthalten, mit etwa 2 mg allerdings in geringeren Mengen,
als das zum Beispiel in Fieberthermometern (150-500 mg) der Fall ist. Das Quecksilber wird nur dann
freigesetzt, wenn die Lampe zerbricht. Konsumenteschützer empfehlen deshalb, Bruchstücke und pulvrige
Substanzen nicht mit bloßen Händen zu berühren. Auch den Staubsauger sollten Sie nicht verwenden, damit die
Quecksilbertröpfchen nicht verteilt werden.
- Während Glühbirnen im Hausmüll entsorgt werden konnten, gehören Energiesparlampen wie Batterien auf den
Sondermüll (Altstoffsammelzentrum, Problemstoffsammelstelle). Auch der Handel nimmt die alten Lampen gerne
wieder zurück.
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Gibt es noch Alternativen zur Energiesparlampe?
Sie können beispielsweise auf Halogenlampen zurückgreifen. Halogenlampen sind der Glühbirne relativ ähnlich, sparen aber nur zwischen 25 bis 50 Prozent der Energie. Ihre Lebensdauer ist hingegen doppelt- bis dreimal so hoch. Bis 2016 sind Halogenlampen noch im Handel erhältlich, dann müssen auch sie weichen.
Bei den LED-Lampen (Light Emitting Diode) darf man noch auf zukünftige Entwicklungen gespannt sein. Moderne LED-Lampen können bereits zwischen 50 und 70 Prozent der Energie in Licht umsetzen, sie sind quecksilberfrei, werden nicht heiß und haben eine lange Lebenserwartung. Derzeit wird jedoch noch daran gebastelt, die gewohnten Eigenschaften der Glühbirne in Bezug auf Lichttemperatur und Leuchtverhalten zu erreichen. Leider sind sie noch relativ teuer: bis zu 50 Euro muss man pro Leuchte hinblättern.
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Hotline: 08000 808080


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