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Weniger ist mehr

Waschen & Putzen ohne Chemie

Putzen Sie umweltfreundlich und sparsam?

Der Frühjahrsputz steht vor der Tür. Das Zuhause soll wieder im Glanz erstrahlen, doch dabei schießen manche übers Ziel hinaus. Zu viele und zu aggressive Putzmittel können auch Schaden anrichten.



Warum sollte ich auf Chemie verzichten?

  • Desinfektionsmittel können allergische Reaktionen fördern und unser Immunsystem schwächen.
  • Sie belasten die Umwelt, da sie auch nützliche Bakterien und Mikroorganismen schädigen.
  • Vergiftungen durch Chemiekeulen können bei Kindern ernste gesundheitliche Schäden hervorrufen.
  • Spezialmittel sind meist teuer, reinigen aber nicht zwangsläufig besser. Hygiene können Sie auch mit einigen wenigen normalen Haushaltsreinigern ohne Desinfektionsmittel erreichen.

Unser Tipp: Hände weg von Reinigungsmitteln mit der Aufschrift: desinfizierend, bakterizid, biozid, antibakteriell, mit Aktivchlor und reinigt hygienisch.


Duftstoffe? Lieber nicht!

  • Ständig eingeatmete Duftstoffe können besonders bei empfindlichen Personen Beschwerden hervorrufen.
  • Viele "duftende" Produkte haben keinerlei reinigende Wirkung (z.B. Beckensteine, Weichspüler, Textilerfrischer oder Raumsprays)
  • Duftstoffe schädigen die Gewässer und den Fischbestand.

Unser Tipp: Häufiges Lüften verbessert die Luft und verhindert gleichzeitig die Schimmelbildung. Im Winter bieten sich vor allem Tannenzweige, mit Nelken gespickte Orangen oder ätherische Öle aus kontrolliert biologischem Anbau an. Auch Zimmerpflanzen sind tolle, bunte Raumluftverbesserer!


Bad & WC im Handumdrehen sauber

  • Beckensteine, Bad-, Abfluss-, Kalk-, Desinfektions- und Hygienereiniger dürfen Sie guten Gewissens weglassen.
  • Verwenden Sie stattdessen milde Allzweck-, Essig- bzw. Zitronensäurereiniger, milde Scheuermittel und Mikrofaser-/ Kunststofffasertücher.

Unser Tipp: Einmal pro Woche ein Stamperl Essigreiniger in die WC-Muschel gekippt und mit dem Klobesen nachgebürstet reicht vollkommen aus, um das WC sauber zu halten. Schmutz in den Fliesenfugen bekämpfen Sie mit einem Brei aus Backpulver und Wasser.


Umweltfreundlich Wäsche waschen

  • Von Überdosierung und der Verwendung unnötiger Zusatzprodukte geht die größte Umweltbelastung aus.
  • Weichspüler haben keinerlei reinigende Wirkung, verschlechtern jedoch die Saugfähigkeit von Hand- und Geschirrtüchern und belasten dazu die Gewässer. Duftende Wäsche erreichen Sie mit einer Pflanzenölseife oder einem Lavendelsackerl im Wäscheschrank.
  • Vorwaschprogramme können Sie bei üblichen Verschmutzungen weglassen.

Unser Tipp:

  • Waschen Sie nach dem Baukastensystem. Dabei werden die einzelnen Hauptbestandteile des Waschmittels je nach Verschmutzungsgrad, Wäsche und Wasserhärte kombiniert. Zu umständlich? Dann greifen Sie zu Konzentraten. Waschnüsse stellen vor allem für NeurodermitikerInnen und AllergikerInnen eine Alternative dar.
  • Beachten Sie die Herstellerangaben und verwenden Sie Dosierungshilfen. Meist genügen bereits 2/3 der angegebenen Waschmittelmenge.

Oh Schreck, ein Fleck!

  • Handelsübliche Fleckentfernungsmittel sind nur in den seltensten Fällen notwendig.
  • Dem Fleckenteufel können Sie gezielt mit Gallseife, Salz, Essig, Zitronensaft, saugfähigen Tüchern, Löschpapier und dem Bügeleisen zu Leibe rücken.

Sauberkeit in der Küche

  • Die Aufgabe der Fettbeseitigung kann jeder Allzweck-, Seifen-, Neutralreiniger oder ein mildes Scheuermittel erledigen. Bei geringer Verschmutzung genügt ein Mikrofasertuch.
  • Damit können Sie den Backofen-, Herd-, Glaskeramik- und Edelstahlreiniger sowie die Metallpolitur ersetzen.

Unser Tipp: Machen Sie Ihre Putzmittel selbst:

  • Klarspüler für die Spülmaschine: 3 EL Zitronensäurepulver in 1 Liter Wasser auflösen und in die Maschine füllen. Deo für die Maschine können Sie weglassen.
  • Silberbesteck reinigen: Besteck mit Zahnpasta reinigen oder es in eine erwärmte Kochsalzlösung mit einem Stück Aluminiumfolie legen.
  • Verkalkte Kaffeemaschine? 2 EL Zitronensäure mit 1 L Wasser vermischen und durchlaufen lassen. Gut nachspülen.
  • Verstopfungen beseitigen: Verwenden Sie Abflusssiebe, eine Saugglocke, eine Rohrspirale oder schütten Sie eine Mischung aus
    2 EL Natron und 1 Tasse Essigsäure in den Ausguss.

Behalten Sie den Durchblick

  • Wussten Sie, dass Fenster- und Glasreiniger meist zu 90% aus normalem Wasser bestehen? Aus diesem Grund können Sie getrost Wasser, Mikrofasertücher, Gummiabzieher, Fensterleder und gut saugendes Zeitungspapier verwenden.

Unser Tipp: Mischen Sie sich Ihr eigenes Fensterputzmittel: Füllen Sie eine Sprühflasche zu 3/4 mit Wasser und den Rest mit Haushaltsessig. Bei starken Verschmutzungen können Sie 1 Spritzer Geschirrspülmittel hinzufügen.



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