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Leiden Sie unter Burnout?
Jeder kennt das Gefühl, nach harter Arbeit völlig erschöpft zu sein. Wenn Sie es jedoch gar nicht mehr schaffen, Ihre Batterien wieder aufzuladen, kann es gefählich werden - ein Burnout droht. Sind Sie gefährdet?
Was versteht man unter "Burnout"?
Wenn Sie unter "Burnout" (engl. "to burn out" = "ausbrennen") leiden, sind Sie emotional, geistig und körperlich völlig ausgelaugt. Sie haben mit Antriebs- und Leistungsschwäche zu kämpfen, weil Sie sich wahrscheinlich monate- oder jahrelang überarbeitet oder überfordert haben. Burnout ist also weit mehr als ein vorübergehender Zustand der Erschöpfung, der sich mit ein paar wenigen Tipps und Tricks wieder beheben lässt.
Von Burnout kann faktisch jede/r betroffen sein – ein Top-Manager genauso wie eine Hausfrau, ein Arbeitsloser ebenso wie ein Schüler.
Welche Symptome weisen auf ein Burnout hin?
Die Entwicklung eines Burnout erfolgt meist schleichend – zu Beginn stehen Engagement, Enthusiasmus und (oft zu) hoch gesteckte Ziele. Irgendwann mischen sich jedoch erste Ermüdungserscheinungen dazu, die oft gar nicht wahrgenommen bzw. ignoriert werden. Diese führen letztendlich zu einem Einbruch der Leistungsfähigkeit: emotional, sozial, intellektuell und körperlich.
- Emotional: innere Leere, Rückzug, leichte Reizbarkeit, Widerwille, zur Arbeit zu gehen, Frustration, Verzweiflung, Rastlosigkeit, Lustlosigkeit, etc.
- Sozial: Vermeidung von Kontakt mit anderen, häufige Fehlzeiten am Arbeitsplatz, verringerte Konfliktfähigkeit, etc.
- Intellektuell: Konzentrationsstörungen, Unproduktivität, Gefühl der Überforderung, Schwierigkeit, Entscheidungen zu treffen, Einbuße von Phantasie und Flexibilität, Selbstzweifel, etc.
- Körperlich: Schlafstörungen, Erschöpfung, vermehrter Konsum von Aufputschmitteln, Immunschwäche, erhöhter Blutdruck, Appetitlosigkeit, Schwindel, etc.
Warum erkrankt jemand an einem Burnout?
- Äußere Begünstigungen sind unter anderem:
Hohe Arbeitsbelastung, drohender Arbeitsplatzverlust, keine klare Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben, fehlendes oder wenig positives Feedback, schlechte Teamarbeit, Kompetenzgerangel, hohe Verantwortung und mangelnde Ressourcen (an Personalkapazität, Finanzmitteln oder auch notwendigem Knowhow), etc.
Zu den äußeren Umständen muss noch eine zweite Komponente treten: die Persönlichkeitsstruktur des Betroffenen mit ihren Wünschen und Ängsten:
Perfektionismus, Angst vor Versagen, Unfähigkeit, „Nein“ zu sagen, Angst vor Kritik, sehr hohe Ideale, Wunsch nach materieller Sicherheit und leistungsbezogener Anerkennung, der Wunsch es jedem Recht zu machen, usw.
Wenn diese internen und externen Faktoren zusammentreffen und über einen längeren Zeitraum andauern, wird eine Abwärtsspirale von Überlastung und (Selbst-)Überforderung in Gang gesetzt, an deren Ende schließlich der Zusammenbruch steht.
Wie heile ich mich vom Burnout?
Ein Patentrezept gibt es leider nicht. Wichtig ist, dass Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, denn ohne die richtige Diagnose ist keine passende und zielführende Behandlung möglich. Schließlich können hinter einem Burnout schwere psychische und/oder physische Erkrankungen stecken. Die Prävention vor und Behandlung von einem Burnout-Syndrom zielt im weitesten Sinne auf die Verminderung von Stress für den Betroffenen ab. Ziel einer Behandlung ist es, dass all die individuellen und sozialen Ressourcen genutzt und gestärkt werden, um stressresistenter zu werden um damit das Burnout-Risiko zu senken.
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