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Verlieren Sie im Winter nicht den Boden unter den Füßen
Der Winter hat neben romantischem Schneegestöber auch glatte Eisflächen mit sich gebracht. Einmal kurz nicht aufgepasst und Sie können ganz schön ins Schleudern geraten. Einen Gips als unerwünschtes Weihnachtsgeschenk können Sie aber ganz einfach verhindern.
Dass die Flugretter und Gipser nahe den Skipisten pausenlos im Einsatz sind, ist keine große Neuigkeit. Aber wussten Sie, genau vor unserer Nase etwa genauso viele Unfälle passieren? Gehsteige, Zebrastreifen und Straßen sind im Winter besonders hinterhältig. Die Verletzungen können von einem klassischen Knochenbruch an Handgelenk, Unterarm oder Fußknöchel bis hin zu Prellungen und Sehnen- oder Muskelverletzungen reichen. Diese Blessuren können Sie aber mit ein wenig Vorsicht ganz einfach vermeiden.
So entgehen Sie ungewollten Rutschpartien
- Gehen Sie am besten langsam, leicht nach vorne gebeugt und mit kleinen Schritten. Wenn Sie in einer ländlichen Gegend wohnen, können Sie sich zusätzlich mit Schuhspikes helfen. Aber nur, wenn der Boden wirklich eisig glatt ist.
- So hübsch Schuhe mit hohen Absätzen auch sind, auf eisigen Straßen haben sie nichts verloren. Tauschen Sie sie bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt lieber gegen feste Treter mit ordentlicher Profilsohle. Auch auf die Gefahr hin, dass sie nicht zu jedem Outfit passen - aber ein Gipsfuß passt noch weniger, oder?
- Seien Sie keine graue Maus! Sehen und gesehen werden ist auf der Straße besonders wichtig. Vor allem im Winter, wenn es neblig ist und schnell dunkel wird. Dann sehen nicht nur Sie Eisflächen oder andere Hindernisse schlechter, auch Sie selbst werden von Autofahrern erst viel später erkannt. Tragen Sie deshalb Reflektoren um rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen.
- Sollten Sie auf rutschigem Untergrund wirklich einmal ins Straucheln kommen, helfen Ihnen freie Arme am besten um wieder das Gleichgewicht zu finden. Stecken Sie Ihre Hände also nicht in die Jackentaschen, auch wenn es wärmer wäre. Denn wenn Sie sich im Fall des tatsächlichen Falles nicht rechtzeitig abstützen können, kann das böse ausgehen.
- Sind Sie Haus- oder Grundstückseigentümer? Dann bedenken Sie, dass Sie dafür verantwortlich sind, dass Gehsteige, Gehwege und Stiegenanlagen von Eis und Schnee geräumt sind. Denn wenn sich jemand aufgrund eines ungeräumten Weges verletzt, haften Sie als Eigentümer.
Tipps für Liebhaber des Laufsports
Wenn Sie trotz Minusgraden Ihre Laufschuhe nicht an den Nagel hängen möchten, sollten Sie ein paar Vorkehrungen treffen:
- Beim Wintersport sind die Stirnhöhlen besonders gefährdet. Ein Stirnband oder eine Haube sollten deshalb immer mit von der Partie sein. Auch Handschuhe und atmungsaktive Funktionsbekleidung bestenfalls mit Reflektoren - sind ein heißer Tipp. Letztere ist ein guter Wärmespeicher und schützt vor Verkühlungen. Auf finsteren Wegen sollten Sie auch eine Stirnlampe verwenden.
- Verwenden Sie geeignete Schuhe, damit Sie keine Probleme mit Ihren Achillessehnen bekommen. Diese sind bei kalten Temperaturen
nämlich besonders empfindlich. Deshalb sollten Sie sie vor dem Loslaufen am besten mit einer Thermosalbe einschmieren.
Um den für Sie passenden Laufschuh zu finden, sollten Sie bestenfalls eine Laufbandanalyse machen. Denn jeder Fuß ist individuell und braucht anderes Schuhwerk. Mindestanforderungen an Laufschuhe für den Winter sind Wasserundurchlässigkeit und eine stark profilierte Sohle. Damit können Sie verhindern, dass Sie bei nassem Boden leicht ausrutschen oder stürzen. - Wärmen Sie sich vor dem Loslaufen gut auf. Am besten noch im Warmen. Denn wenn Sie auf kräftiges Dehnen verzichten, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie Muskelfaser- und Sehnenrisse erleiden. Laufen Sie im Winter prinzipiell etwas langsamer und locker, damit Sie Ihren Körper nicht überfordern. Achten Sie mehr auf Ihre Ausdauer als auf die Schnelligkeit.
- Atmen Sie durch die Nase, nicht durch den Mund. Denn so wird die Atemluft besser erwärmt und befeuchtet, bevor sie in die Lunge strömt.
- Vermeiden Sie es, auf glattem Untergrund zu laufen. Ihr Fuß versucht sich dabei festzuklammern, da er Halt sucht. Das Festklammern ist aber eine starke Belastung für die kurzen Fußmuskeln. Zerrungen und Einrisse können die Folge sein.
- Entspannen Sie Ihre Muskeln nach dem Training mit Dehnungsübungen. Und meiden Sie Menschenmassen, denn nach körperlicher Anstrengung sind Sie besonders anfällig für Krankheitskeime. Fahren Sie also am besten nach Hause und gönnen Sie sich eine heiße Dusche.
- Verzichten Sie auf Sport, wenn Sie sich wirklich krank fühlen. Denn dann kann Bewegung sogar kontraproduktiv sein. Auch wenn das Quecksilber im Thermometer unter -15°C sinkt, sollten Sie eine Pause einlegen. Der nächste Lauftag kommt bestimmt.
Prinzipiell ist Bewegung im Winter aber gut für die Stärkung der Abwehrkräfte. Zusätzlich werden Glückshormone freigesetzt. Also nichts wie raus!
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