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Sicherheit beim Rodeln

Sicherheit beim Rodeln

Schlittenfahren macht Spaß und liegt im Trend. Gefährlich wird es aber, wenn man die Rodelbahn unter- oder sich selbst überschätzt bzw. die Anlage nicht sicher ist. Im vergangenen Jahr haben sich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) 5.200 RodlerInnen so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten.




Ungesicherte Absturzstellen, gefährliche Streckenführung, Gegenstände auf oder am Rand der Bahn, schlecht präparierte Piste - das sind die häufigsten Mängel von Schlittenabfahrten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Südtirol. Der ADAC hat erstmals Rodelbahnen in Wintersportgebieten getestet - mit besorgniserregenden Ergebnissen. Mehr als ein Drittel aller Strecken sind durchgefallen.

Doch nicht nur unzureichend gewartete Pisten sind der Grund für Unfälle, auch das Fahrverhalten von Hobbyrodlern spielt eine Rolle.
Mit Ihrem eigenen Verhalten können Sie den Rodelspaß wesentlich sicherer machen.



Die richtige Ausrüstung

  • Auf einer Naturrodelbahn gehen Sie mit einem Schlitten mit Lenkriemen und durchgehenden, nach innen gekanteten Metallkufen auf Nummer sicher.
  • Feste, hohe, wasserdichte Schuhe mit gutem Profil sind ein Muss. Helm und Skibrille senken zusätzlich das Verletzungsrisiko. Sinnvoll ist auch ein Wirbelsäulen-Schutz (Protektor) unter der Jacke.


Der sichere Aufstieg

  • Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind, sollten Sie darauf achten, dass Sie am inneren Rand der Bahn bleiben und auch der Schlitten nicht in die Bahn rutscht. Achten Sie auf die Strecke und merken Sie sich markante Punkte.
  • Fahren Sie mit dem Lift auf den Hügel, ist oben Aufwärmen angesagt. Damit mindern Sie das Verletzungsrisiko.


Wie Sie sicher ins Tal kommen

  • Lassen Sie Kinder unter sechs Jahren immer nur in Begleitung rodeln.
  • Setzen Sie sich stets in die Mitte des Schlittens und rodeln Sie aufrecht, mit Blick in die Fahrtrichtung. Rodeln Sie niemals mit dem Kopf voraus.
  • Schauen Sie sich vor dem Start um und beachten Sie stets die Hinweise entlang der Strecke.
  • Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Wetter- und Bahnverhältnissen sowie Ihrem Können an und fahren Sie immer nur auf Sicht.
  • Wenn Sie einen anderen Rodler überholen möchten, warnen Sie ihn vorher durch lautes Rufen und halten Sie genug Abstand. (Das gleiche gilt übrigens auch an unübersichtlichen Stellen oder wenn Sie an engen Abschnitten stehen bleiben.)
  • Rodeln Sie nicht auf Skipisten.
  • Rechnen Sie stets mit entgegenkommenden Pisten- und Rettungsfahrzeugen.
  • Falls Sie in einer Gruppe rodeln, vergewissern Sie sich immer wieder, dass die Gruppe noch vollzählig ist.
  • Drücken Sie beim Bremsen beide Füße flach auf den Boden. Zum Stehen kommen Sie am schnellsten, wenn Sie die Schlittenhörner mit beiden Händen nach oben ziehen und den Schlitten vorne anheben.
  • Verzichten Sie auf Alkohol vor und während der Abfahrt, denn Alkohol beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit und die realistische Einschätzung von Gefahren.
  • Räumen Sie nach einem Sturz so schnell wie möglich die Bahn.


Welcher Schlitten ist der richtige?

  • Die Auswahl an Schlitten ist vielfältig. Am häufigsten wird immer noch der Davoser Holzschlitten gekauft, da er sehr belastbar und gut zum Festhalten ist. Die meisten Schlitten sind sogar groß genug für zwei Personen, sodass Sie gemeinsam mit Ihrem Kind rodeln können. Bei Kleinkindern empfiehlt sich die Anschaffung einer speziellen Sicherheitslehne, damit das Kind nicht hinunterfallen kann. Zudem bietet die Rückenlehne die Möglichkeit, das Kind bei Winterspaziergängen auf dem Schlitten statt im Kinderwagen mitzunehmen.
  • Kunststoff-Lenk-Rodler sind wegen der tollen Formen bei Kindern besonders beliebt. Diese Schlitten besitzen ein eingebautes Lenkrad und relativ starke Bremsen. Außerdem sind sie relativ spurtreu.
  • Am einfachsten zu transportieren sind die „Popo-Rutscher“. Diese kleinen Kunststoff-Rutscher mit Griff sind leicht, preiswert und relativ ungefährlich, da sie nicht so schnell wie die anderen Schlitten werden können. Also ideal, um schnell zwischendurch einen Hügel hinabzurutschen. Meiden Sie damit aber anspruchsvolle Pisten, da Lenkung und Bremsen fehlen.


Vor allem aber ist wichtig, dass die Rodel qualitativ hochwertig und stabil ist. Achten Sie beim Kauf deshalb auf das TÜV- oder
GS-Zeichen
. Dasselbe gilt übrigens auch für den Helm, der die Norm DIN 1077 erfüllen sollte.





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