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Auf gute Nachbarschaft! Wann ist Rasenmähen erlaubt?

April 2017
Das Gras ist saftig grün und wächst schnell. Mit dem Rasenmäher soll es wieder in Form gebracht werden. Wäre schnell erledigt, wenn der liebe Nachbar sich nicht über den entstehenden Lärm aufregen würde. Doch darf er das? Kann ich in meinem Garten nicht machen was ich will?

Individuelle Regelungen

Leider ist das nicht so einfach. Was unter Ruhestörung fällt, welcher Lärm tolerierbar ist, und welche Ruhezeiten eingehalten werden müssen, ist in den einzelnen Landesgesetzen und in den Verordnungen der jeweiligen Gemeinden geregelt. Am besten dem lokalen Gemeindeamt einen Besuch abstatten und sich über die ortspolizeilichen Gemeindevorschriften informieren. Oftmals gibt es in den Gemeinden besondere örtliche oder zeitliche Beschränkungen für lärmintensive Tätigkeiten im Freien.

Was ist erlaubt?

So ist in vielen Gemeinden der Betrieb von lauten Arbeitsgeräten (alle Gerätschäften mit Verbrennungsmotor wie Motorsense, Kreissäge, Kettensäge, Rasenmäher) an Werktagen von 08:00 bis 20:00 Uhr erlaubt. An Sonn und Feiertage hingegen jedoch verboten. Manchmal gilt an Werktagen zusätzlich auch noch eine „Mittagsruhe“ von 12:00 bis 14:00 Uhr.

Was ist verboten?

In liberaleren Gemeinden gelten die Ruhezeiten oft nur zwischen 22:00 und 6:00 Uhr. Manch andere Gemeinden nehmen es da genauer und definieren sogar die Zeit in der das Teppichklopfen erlaubt ist. ;) Über die geltenden Gesetze in den jeweiligen Bundesländern kann man sich ganz genau im Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes informieren.



Hohe Geldstrafen möglich

Und was ist, wenn ich trotz Verbot in der Ruhezeit meinen Rasen mähe und somit Lärm verursache? Ganz einfach: Wo kein Richter, da kein Kläger. Ein gutes Auskommen mit den Nachbaren ist hier sicherlich von Vorteil. Jedoch hat die Polizei das Recht „um ungebührlicherweise hervorgerufenen störenden Lärm zu beenden“ entweder, Personen, die störenden Lärm verursachen, von einem öffentlichen Ort zu verweisen, oder lärmende Sachen außer Betrieb zu setzen, abzunehmen oder sicherzustellen. Zudem sind auch hohe Geldstrafen möglich, laut Tiroler Landesrecht z.B. Strafen von bis zu 1.450 Euro.

Naturnahes gärtnern spart Arbeit

Ein praktischer Tipp am Rande: Wenn Sie sich Arbeit und eventuellen Streit mit dem Nachbar sparen wollen, dann entscheiden Sie sich doch für eine Naturwiese oder einen Kräuterrasen. Diese sind nicht nur robuster und bunter als ein herkömmlicher Rasen, sondern müssen auch viel weniger oft bewässert und gemäht werden.

Disclaimer und Quellenangabe

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