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Ein Kirchturm oder ein Hochhaus schützt das umliegende Gebiet NICHT vor Blitzschlägen

September 2017
Gerade hat man noch das herrliche Spätsommerwetter genossen, da ziehen plötzlich dunkle Gewitterwolken auf, die Sonne ist verdeckt, der Wind frischt auf und da blitzt und donnert es auch schon ordentlich.

Wo bin ich sicher?

Je bedrohlicher das Szenario, desto eher fragt man sich: Wie sicher bin ich eigentlich in meinen vier Wänden? Was kann passieren, wenn tatsächlich ein Blitz einschlägt? Ohne Blitzschutz können durch die Hitzewirkung der elektrischen Entladung Brände entstehen. Gefährliche Funken durch das starke elektromagnetische Feld können elektrische Anlagen zerstören.

Ist eine Blitzschutzanlage Pflicht?

Auch eine sachgerecht installierte Blitzschutzanlage kann keinen absoluten Schutz bieten, sie kann aber sehr wohl den Schaden minimieren. Für Einfamilienhäuser gibt es grundsätzlich keine Verpflichtung, eine Blitzschutzanlage zu installieren. Das ist Sache des Eigentümers, wird aber empfohlen.

Der innere Blitzschutz

Was versteht man eigentlich unter einer Blitzschutzanlage und wie unterscheidet man zwischen innerem und äußerem Blitzschutz?
Durch inneren Blitzschutz (Überspannungsschutz) sollen die Auswirkungen des Blitzstroms und der Blitzspannung auf elektrische und elektronische Anlagen im Inneren des Gebäudes verhindert werden. Im Haus-Stromnetz liegt die Netzspannung normalerweise bei 230 V. Durch Schalthandlungen der Stromversorger oder bei nahen Blitzeinschlägen können höhere Spannungen auftreten, die an empfindlichen elektrischen und elektronischen Geräten Schäden hervorrufen.

Der äußere Blitzschutz

Der äußere Blitzschutz bietet Schutz bei Blitzeinschlägen, die direkt in die zu schützende Anlage erfolgen. Dazu gehören die Fangeinrichtung auf dem Dach, die Ableitungseinrichtung und die Erdungsanlage. Die Ableitungsanlage wird umgangssprachlich als Blitzableiter bezeichnet, da sie den Blitzstrom entlang den Gebäudewänden senkrecht zur Erdungsanlage leitet. Dazu werden Dachrinnen, Rauchfänge, Antennenmasten, Lüftungsrohre etc. mit Fangstangen versehen, die mit den Fangleitungen verbunden werden. Die Erdungsanlage verteilt den Blitzstrom in der Erde.

Wie oft muss eine Blitzschutzanlage überprüft werden?

Die Blitzschutzanlage wird durch Witterungseinflüsse, insbesondere im Winter, stark mechanisch beansprucht. Die Prüfintervalle in Österreich richten sich nach dem zu schützenden Objekt und reichen von 1 x pro Jahr (bei Anlagen, in denen z. B. Explosivstoffe gelagert werden) bis zu mindestens alle 10 Jahre. Die genauen Vorschriften finden Sie u. a. bei ALDIS oder bei der Oberösterreichischen Blitzschutzgesellschaft.

Kennen Sie ALDIS?

Das ist keine Supermarktkette, sondern das österreichische Blitzortungssystem. Die Blitzhäufigkeit wird in Österreich durch das Austrian Lightning Detection & Information System (kurz: ALDIS) registriert.

Zum Abschluss möchten wir noch mit zwei verbreiteten Meinungen aufräumen, die sich als Irrglaube erwiesen haben: 1: Ein Kirchturm oder ein Hochhaus schützt das umliegende Gebiet NICHT vor Blitzschlägen. 2. Ein Blitzableiter zieht KEINE Blitze an.

Disclaimer und Quellenangabe

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